Peter Schmidt lebt (mit Schaf)
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Journalist, Bauer und mehr

Am 29. August 1962 wurde meine Mutter überrascht - Schmidt schrie, etwas zu früh, aber laut. Frisch gebrüllt erhielt ich den Vornamen Peter. Peter Schmidt, das passt für einen, der heute über die "Künstler"sozialkasse versichert ist. Geboren in Remscheid haben mir meine Eltern eine kräftige Neugier und Entdeckerlust mitgegeben. Dafür ein herzliches Dankeschön – denn ohne dies wäre es mit dem späteren Beruf als Journalist nichts geworden.

Im zarten Grundschulalter waren nicht nur meine Deutschnoten ein gutes Vorzeichen, sondern ebenso ein Schulheft, voll geschrieben mit einer Geschichte über Weltraumfahrten und Mondlandungen. Schließlich war es ja damals auch ein Abenteuer, am 20. Juli 1969 spät in der Nacht aufbleiben zu dürfen und im modernen Schwarz-Weiß-Fernsehgerät nicht Fury oder Lassie zu schauen, sondern den Moment zu erleben, an dem Neil Armstrong den Mond betrat.

Während der Gymnasialzeit am Remscheider Leibniz-Gymnasium kam zuerst das Mokick – endlich unabhängig! – und dann die Freie Mitarbeit beim Remscheider General-Anzeiger. Dort gaben sich Redakteurinnen wie Ingrid Weißenborn und Redakteure wie Jürgen Feld richtig Mühe mit dem Nachwuchs.

Die Arbeit hat sich ausgezahlt. Nach dem Besuch der Kölner Schule - Institut für Publizistik e.V. (Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten) und einem fast vollendeten VWL-Studium folgte die Gründung zuerst eines Kölner Journalistenbüros und mit dem Umzug nach Gummersbach die Gründung des Gummersbacher Journalistenbüros profil, das heute als virtuelle journalistische Kooperation agiert.

Das Leben ist aber mehr als Journalismus. Ich lebe gerne auf dem Land, am Rande der Kreisstadt. Verheiratet und mit einem Stiefsohn bewohnen wir ein schnuckeliges Fachwerkhaus. Weil Kreativität auch körperliche Arbeit braucht, um beide Hirnhälften auf Trab zu halten, bin ich nebenbei Bauer aus Leidenschaft. Gemeinsam mit meiner Frau Susanne Schulte bewirtschafte ich den Klosterhof Bünghausen, einen GEH-Archehof, auf dem vom Aussterben bedrohte Nutztiere gezüchtet werden.

Wenn dann Zeit bleibt, geht es in die Berge zum Klettern und Wandern, oder per Pferd/Kutsche durch das Bergische Land. Tanzen war auch ganz schön – aber dafür fehlt heute die Zeit.